Trauer um eine Weide

Leider ohne Foto – es gibt nur noch das Bild in meinem Herzen. Keine Ahnung wie alt sie war, sie war schon in meiner Kindheit alt. Majestätisch gebeugt der flirrende Vorhang ihrer Zweige, das Oben und Unten zusammenführend, grüner Lichtfänger im Sommer, mächtig und zart zugleich, Windfang, Wohnung für zahllose Vögel und anderes Getier, Schatten über der Bushalte, Wahrzeichen für meine Heimat, dem Kirchturm beinahe gleichgestellt. Todesurteil: Sie machte zu viel Dreck.

Gevatter Lebensverneiner grinst sich eins: "Sag NEIN zu allem was lebt!"

Gevatter Lebensverneiner grinst sich eins: "Sag NEIN zu allem was lebt!"

Auch  er perfekt geschützt vor Dreck, dass nur ja keine symbolische Taube auf seinem Arm Platz nehmen kann!

2 Antworten zu „Trauer um eine Weide“

  1. Eliane sagt:

    oh ja, das kenne ich, wenn ein vertrauter baum nicht mehr ist…. hatten wir es nicht schon mal davon? jedenfalls: wer spricht vom frischen sauerstoff, den uns so eine weide liefert? ach so, nur eingebildet. sieht man nicht, schmeckt man nicht, riecht man nicht. den dreck dagegen sieht man JEDEN tag. alles klar.

  2. Claudia sagt:

    …das kenne ich auch…Trauer um eine 1000jährige Eiche. Sie stand am Rande eines vielbegangenen Waldspazierweges und hätte mit den Geschichten ihres langen Baumlebens wohl einige Bücher füllen können. Sie fiel Randalierern zum Opfer und konnte auch nach vielen Bemühungen nicht erhalten werden. Übriggeblieben ist ein Stück toter Stamm. Warum tut man nur so etwas?

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